Hajo Kapfer
Hajo Kapfer 

Wangerooge 

Traditionell besteht zwischen Schalksmühle und Wangerooge eine einge Beziehung. Wangerooge ist seit über 6 Jahrzehnten das Ziel unzähliger Schüler und Schülerinnen aus Schalksmühle gewesen. Die Anfänge des Inselheims, ein von einem Verein getragenes Haus, liegen in den 50er Jahren des letzten Jahrhunderts. Die nachfolgenden Fotos sind aus meiner Privatsammlung. Da das Heim im Westen liegt, sind entsprechend viele Fotos vom Westen, vom Heim oder Personen die mit dem Heim zu tun hatten dabei. Allerdings auch das ein oder andere Bild von der Insel und dem Ort Wangerooge.

 

Mit der Hilfe von Freunden und Bekannten habe ich mal einige Informationen und Bilder vornehmlich aus den 1970ern und 80ern gesammelt.

 

Anfang der 1970er übernahm, der damalige Rektor der Grundschule Klagebach in Schalksmühle, Otto Scharf, den Vorsitz des Inselheimvereins. Geschäftsführer wurde mein Vater, Manfred Kapfer, und für die Technische Leitung wurde Adolf Mönch gewonnen, der sich und seine Beziehungen oft erfolgreich zum Einsammeln dringend benötigter Spenden aller Art einbrachte. 

 

Geprägt waren die 70er Jahre vor allem durch viele Einsätze des Vorstandes, Personen die dem Verein nahe standen und einheimischen Handwerkern, die teilweise in den Oster- und Herbstferien zu sogenannten Arbeitseinsätzen im Heim waren. Das Ganze wurde von allen ehrenamtlich gemacht, bedeutet dass die Einen Urlaub nehmen mussten, die Anderen in der Zeit keine Aufträge angenommen haben. 

 

Bei solchen Arbeitseinsätzen wurden zum Beispiel:

- der Zaun des Bolzplatzes komplett neu mit Maschendraht bespannt

- die Tribüne gebaut

- die Bänke erstellt

- Spielgeräte, darunter der Kubus, von Schlossermeister Walter Nölle und seinem Sohn Gustav gebaut

- das komplette Dach durch Herrn Woyschnik mit neuer Teerpappe versehen

- der komplette Innenhof unter der Leitung von Adolf Mönch neu gepflastert

- die Elektrik durch Herrn Fingerhut erneuert 

- die kompletten Holzdecken erneuert

- das Hausmeisterhaus mit Styropor verkleidet und neu verputzt durch Arnold Mücke

- das Grundstück mit einem neuen Zaun zur Strasse hin versehen.

 

Dies sind nur die größeren Arbeiten. Unberücksichtigt bleiben die überlicherweise anfallenden "Schönheitsreparaturen". Kaum etwas ist aggressiver als Nordseeluft. 

 

Ebenfalls Anfang der 1970er konnte das Ehepaar Waltraud und Hans-Georg Wucke als Hausmeisterehepaar gewonnen werden. Für eine ganze Reihe Kinder meiner Generation wurden Wucke's zu "Eltern", fern der Heimat. Legendär ist das Krümmel-Gulasch, dass es oft bei Anreise als erste Mahlzeit gab. Der Name täuscht, handelt es sich eigentlich nur um eine spezielle Variante von Spaghetti-Bolognese, nach Wucke Art. Ebenso legendär, wenn auch aus meiner Sicht nicht so toll, ist der Holundertee. Dafür war er aber ebenso fast immer verfügbar wie später der Zitronentee (gräuselich).  

 

Ich für meinen Teil fand in Waltraud und Hans-Georg eine weitere Tante und eine weiteren Onkel, auch wenn wir nicht verwandt waren. 

 

Für uns als Kinder war es allerdings weniger ein Arbeitseinsatz, als vielmehr ein Abenteuer. Die ganze Insel wurde zu unserem Spielplatz. Das Heim besaß ein sogenanntes Geschäftsrad. Das ist ein Fahrrad mit vorne zwei Rädern und einer Plattform zum transportieren von Waren. Warum mir der Name Geschlechtsrad in Erinnerung geblieben ist, weiß ich nicht. Aber als wir alt genug waren, wurde auch mal ein Sessel auf die Plattform gestellt und einer/eine wurde wie ein König über die Insel gefahren. Zu einem Wangerooge-Aufenthalt gehörten außerdem ein Besuch im Cafe Pudding sowie eine Einkehr im Fischrestaurant Kruse. Auf dem Rückweg wurde gerne der Weg über die Saline gewählt. Sei es um bei Sonnenschein noch draußen zu sitzen oder eine kleine Stärkung für die letzten Meter bis zum Heim "einzunehmen". Neben aller Arbeit kam aber auch der Spaß nicht zu kurz. 

 

Spätestens mit der Grundschule fand jedes Schalksmühler Kind nach Wangerooge. Neben nützlichen Sache aus dem Unterricht - wie merkt man sich die Reihenfolge der Ostfriesischen Inseln - gehörten Spiele auf und über die Insel dazu. Viele wissen vielleicht heute noch wieviele Fenster der Westturm hat? 

 

Im Teenager-Alter kamen dann die Ferienfreizeiten. Ich habe begonnen mit Frank Bertram und Team und zum Abschluß 1986 mit Ingeborg Stender und Ihrem Team verschiedene Freizeiten im Schalksmühler Heim erlebt. 

 

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